Lymphdrainage

Die Lymphe ist eine wässrige Flüssigkeit, die fast überall im Körper in den Lymphgefässen vorhanden ist. Sie dient dem Abtransport von Nähr- und Abfallstoffen von und zu den Zellen. Ausserdem dient sie der Immunabwehr. Die Lymphflüssigkeit befördert Bakterien und andere Krankheitserreger zu den Lymphknoten, wo diese entsorgt werden.

 Das Lymphsystem ist neben dem Blutkreislauf das wichtigste Transportsystem des Körpers. Zum Vergleich:  Durch die Adern eines erwachsenen Menschen fliessen ca. 3,5 bis 5 Liter Blut, in den Lymphgefässen zirkulieren zwischen 6 und 10 Litern Lymphflüssigkeit.

Im Lymphsystem kann es durch zu wenige, zu schmale oder zu weite Lymphgefässe zu einem primären Lymphödem (z.B. ausgeprägte Schwellungen in den Beinen) kommen.

Das sekundäre Lymphödem entsteht meist durch Verletzungen oder nach Operationen.  Die Ursache ist, dass die Flüssigkeit in den Zellzwischenräumen nicht mehr reibungslos abfliessen kann und sich eine Schwellung bildet. Die Schwellung wiederum kann den Heilungsprozess verlangsamen und schmerzhafte Spannungsgefühle erzeugen.

In beiden Fällen hilft die Lymphdrainage. Die Therapeutin massiert die Haut und das Unterhautfettgewebe mit unterschiedlichem Druck. Mit rhythmischen, kreisenden oder pumpenden Bewegungen regt sie die Lymphgefässe an, womit sie den Transport der Lymphe begünstigt.